Arne Banane
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Spaß im Betonfluss

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Spaß im Betonfluss

Spaß im Betonfluss

Wisst ihr wie man kurzfristig sehr viel Spaß und langfristig sehr viel Ärger haben kann? Man kippt Beton in den Fluß und badet. Man hat ungefähr 22 Minuten Zeit und zu schwimmen, sich nass zu spritzen und wenn es fester wird Betonengel zu machen. Dann gibt es einen kritischen Punkt, an dem man das Wasser lieber verlassen soll, weil es doch sehr hart wird und dann gibt es dem Punkt, an dem ich angekommen bin.

Ich stecke bis zur Schulter im Betonfluss. Meine rechte Hand guckt noch aus dem Wasser, also aus dem Beton nach draußen und kann winken. Aber mein Körper kommt eben nicht mehr heraus. Ich hatte diese Idee vor 22 Minuten mit zwei Freunden gehabt: Justus und Melanie.

Jetzt sind wir uns alle einig, dass das eine sehr dumme Idee war.
Justus steckt vier Meter von mir entfernt im Beton, Melanie kann keinen von uns sehen, weil sie mit dem Rücken zu uns festsitzt.

„Und jetzt?“, fragt Justus.
„Keine Ahnung“, sagte Melanie.
Ich schweige.

Neben mir sehe ich eine Ente, deren Beine auch in Beton gegossen wurden. Sie schaut mich böse an, dabei hat Justus zufällig den Beton dabei und Melanie hat begonnen mit „Es wär doch eine ziemlich lustige Idee, wenn…“ und ich – naja, gut, ich hab hab mitgemacht.

„Gibt es irgendeine Möglichkeit den Beton wieder zu lösen?“, fragt Justus.
„Ich hab da mal was im Internet gelesen“, sagt Melanie „Aber mein Handy liegt an Land!“
„Ich hab da mal was drüber gesehen“, sagte ich „Durch chemische Einwirkung, thermische Veränderung oder hohe Belastung kann man Beton zerstören. Ist jemand von uns schwer?“
„Warum schaut ihr mich an?“, fragte Melanie, dabei schauten wir sie gar nicht an.
Ich meinte aber zu sehen, dass sie sich einige Zeit trotzdem probierte bewusst schwer zu machen, um den Beton zu lösen. Kein Erfolg.

„Glaubt ihr durch häufiges pupsen ändert sich die Thermik?“, fragte Justus.
„Kannst es ja mal versuchen“, sagte ich.
Justus versuchte es. „Ich glaub ich spür schon was“, sagte er, aber das sagte er 30 Minuten später auch noch.
Am anderen Flussufer gab es einen Fußgängerweg. Ich winkte mit meiner freien Hand vorbeilaufenden Passanten zu, damit es nicht ganz so peinlich wurde.

„Langsam wird es dunkel“, sagte Melanie.
Ich schwieg. Dann wurde es Nacht.

Ich hoffte sehr, dass bald irgendwo ein Chemiekraftwerk explodiert. Wenn eine chemische Einwirkung nicht bald dafür sorgt, dass der Beton sich auflöst, sind wir wirklich am Arsch. Im übrigen bin ich der Meinung, dass Wikipedia einen schönen Artikel über Betonmischer geschrieben hat!

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