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Der Leguan im Pelikan

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Der Leguan im Pelikan

Der Leguan im Pelikan

Ich bin ein Leguan. Und ich bin unvorsichtig. Gestern bin ich so durch den Zoo spaziert und habe mich mitten auf die Wiese zum Schlafen gelegt. Heute bin ich im Baum von einem Pelikan.

Das ist ziemlich ärgerlich. Ich weiß nicht, wie er mich gegessen hat, aber sein Mund muss größer sein, als sein Poloch. Auf jeden Fall komme ich hier nicht wieder heraus.

Ich hab schon alles probiert: Den Hals wieder nach oben klettern, um Hilfe rufen, den Bauch von Innen aufzuschneiden oder mich schwerer zu machen, um seine Verdauung zu beschleunigen.

Da traf ich eine Kuh.
„Was machst du denn hier im Magen?“, fragte ich die Kuh.
„Ich bin auf der Wiese eingeschlafen und jetzt hab ich mich hier wiedergefunden!“, sagte sie.
„So ging´s mir auch!“, sagte ich „Ganz genauso ist es bei mir auch passiert!“

„Weißt du, wie man hier wieder rauskommt?“, fragte sie.
„Wir könnten zusammen daran arbeiten!“, sagte ich.

Also probierten wir den Ausbruch zu zweit: Wir halfen uns per Räuberleiter, schrieen gemeinsam um Hilfe, versuchten zu zweit den Bauch aufzuschneiden, und machten uns gemeinsam schwer.
Doch es half nichts. Wir kamen hier nicht raus.
„Wollen wir Schach spielen?“, fragte die Kuh, ich sah sie an. „Nur so zum Zeitvertreib!“, sagte sie und holte ein Schachbrett hervor.

„Wo hast du das denn jetzt her?“, fragte ich.
„Das hat der Elefant mitgebracht.“
„Welcher Elefant?“
„Na der, der gerade aufgegessen wurde, weil er auf der Wiese eingeschlafen ist.“ Sie deutete hinter sich. „Den hab ich gerade kennengelernt!“

Also spielten wir Schach. Aber der Elefant war gemein. Er erinnerte bei jedem Zug daran, was schon gewesen war und was noch kommen könnte und machte uns das ganze Spiel kaputt.
„Hör auf damit!“, riefen wir beide. „Wir wollen hier spielen. Geh bitte!“
Da ging der Elefant und war verschwunden.

„Wo ist er hin?“, fragte die Kuh „Leguan, wo ist er hingegangen?“
„Er hat es geschafft!“, sagte ich langsam „Er ist tatsächlich draußen!“

Dumpf hörten wir ihn jenseits der Magenwände trompeten. Er hatte es wirklich geschafft.
Wir rannten in die Richtung, in die er gegangen war, doch da war nur eine Magenwand und wir schafften es nicht, ihm zu folgen.

Da spielten wir weiter Schach. Doch es war nicht mehr dasselbe.
Als ich die Kuh fast Schachmatt gesetzt hatte, kam der Elefant und riss uns Brett und Figuren weg!“

„Das ist meins!“, sagte er und verschwand wieder.

Ich seufzte. Er hatte sich extra noch einmal essen lassen, nur um uns noch einmal den Spaß zu verderben. Böser Elefant!

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ArneFAQA-Z