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Die fliegende Banane

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Die fliegende Banane

Die fliegende Banane

Gestern hab ich eine Banane gegessen. Ich habe sie nach allen Gesetzen der Gesellschaft vernünftig geöffnet und gegessen. Das sagte ich ja schon. Der Punkt war aber nicht, der Prozess des Kauens, sondern der des Entsorgens.
Und an dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich nicht mehr genau weiß, ob ich die Bananenschale in den Papierkorb oder daneben geworfen habe. Im Endeffekt spielt das auch keine Rolle, weil die Bananenschale niemals die Tonne oder den Boden erreicht hatte.

Sie flog. Ihr habt richtig gehört, sie flog.
Nun fragt ihr euch sicher „Warum heißt die Geschichte ‚Die fliegende Banane‘, obwohl es doch die Bananenschale ist, die fliegt?“
Gute Frage!

Ich habe auf Wikipedia recherchiert und habe die Antwort gefunden. Tatsächlich wachsen Bananen wieder nach, wenn sie fliegen. Die Schale dient dabei als Kern, die Luft als Erde und die Luftfeuchtigkeit als Wasser. Der Flugweg selber ist die beschleunigte Zeit, in der in Höchstgeschwindigkeit gewachsen wird.

Das Problem ist nur, dass Bananen beim Fliegen (oder auch geworfen werden) zwar sehr schnell wachsen, aber die Flugphase muss mindestens 15 Sekunden betragen. In dieser Zeit hat es fast jede Bananenschale bereits wieder auf den Boden geschafft und wird weggeworfen oder man rutscht drauf aus.

Jetzt also, wo wir wissen, wie die Banane nachgewachsen ist, müssen wir nur noch herausfinden, warum die Bananenschale fliegen kann.

Die Antwort darauf ist noch offensichtlicher, als auf das Wachstum: Außerirdische.

Es gibt kleine Bananenaußerirdische. Das sind gelbe Männchen, die Bananen bemannen und damit wegfliegen. Sie fliegen zu ihrem eigenen Planeten Banania und malen dort Gemälde von grünen Gurken.

Ich habs mit eigenen Augen gesehen.
Heute morgen hab ich mich als Bananenaußerirdischer verkleidet und mich in eine Banane gesetzt und gewartet. Erst wurde ich fast aufgegessen, aber ich konnte mich an der Schale festhalten. Und als die Schale weggeworfen wurde, sah ich sie um mich herum: Die Bananenaußerirdischen. Sie führten einen Tanz auf und brachten die Banane zum Schweben.

Sie sangen und lachten so froh und es wirkte gar nicht, als ob sie wüssten, dass sie die Banane zum Schweben und Wachsen brachten. Es war ein fröhliches, choreographiertes Spiel.

Jetzt sitze ich auf ihrem Planeten und versuche Gurken zu malen.
Sie glauben ich bin einer von Ihnen.
Hoffentlich bemerkt niemand, dass ich eine Zucchini gemalt habe.

Strich

ArneFAQA-Z